HERZ-KREISLAUF-ERKRANKUNGEN

BROSCHÜRE

In Österreich waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Jahr 2016 mit 41 Prozent die häufigste Todesursache.* Hauptursache aller Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems (“kardiovaskuläre Erkrankungen”) ist Atherosklerose, die krankhafte Verengung der Gefäße durch Ablagerungen.

Je nach betroffenem Gefäß kann es zu folgenden Erkrankungen kommen:

• Herzinfarkt

• Schlaganfall

• periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)

• Koronare Herzkrankheit (KHK)

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Herzinfarkt (MYOKaRDINFARKT)

 

Beim Herzinfarkt ist die Durchblutung des Herzmuskels (Myokard) gestört: Meistens hat sich an einer verengten Stelle eines Herzkranzgefäßes ein Blutgerinnsel gebildet. Der von dem Gefäße versorgte Teil des Herzmuskels erhält kein Blut und damit keinen Sauerstoff - er kann sich nicht mehr an der Pumparbeit des Herzens beteiligen.

Gelingt es nicht, das Gefäß rechtzeitig wieder zu öffnen, sterben Teile des Herzmuskels ab. Es entsteht ein Narbengewebe. Je nach betroffener Stelle unterscheidet man zwischen Vorder-, Seiten- oder Hinterwand-Infarkt.

Symptome sind plötzlich auftretende, meist starke Schmerzen in der Brust. Diese können in die Schultern, Arme,  Unterkiefer, Rücken und in den Oberbauch ausstrahlen. Bei jedem vierten Herzinfarkt treten nur geringe oder keine Beschwerden auf.

Der Herzinfarkt ist eine der Haupttodesursachen in Industrienationen. In Österreich haben rund 20.000 Menschen pro Jahr einen akuten Herzinfarkt. Männer sind 2,5-mal häufiger betroffen als Frauen, Ältere häufiger als Jüngere.

 

 

Schlaganfall

 

Ein Schlaganfall ist die Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung oder Blutung im Gehirn. Die Nervenzellen erhalten zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe und sterben ab. Die Folgen können Sprachstörungen und Lähmungen sein. Jährlich haben in Österreich rund 20.000 Menschen einen Schlaganfall. Rund die Hälfte aller Schlaganfälle ereignet sich bei Menschen über 75 Jahre.

In rund 40 Prozent der Fälle kommt es aufgrund von Durchblutungsstörungen vor dem eigentlichen Schlaganfall zu kurzen Phasen mit Sprachstörungen, Gedächtnisverlusten oder Lähmungserscheinungen: Diese dauern oft nur fünf bis zehn Minuten. Diese Phasen sollten als Anzeichen eines drohenden Schlaganfalls betrachtet werden, auch wenn die Symptome rasch wieder verschwinden. Die Betroffenen sollten umgehend mit dem Notarzt ins Spital gebracht werden.

 

 

pAVK

 

Wenn man durch immer wiederkehrende Beinschmerzen immer häufiger stehen bleiben muss, dann besteht der Verdacht auf die “Schaufensterkrankheit”: periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAKV). Die Beinarterien sind verengt, die Durchblutung dadurch gestört.

Diese Krankheit ist ernster, als ihr Name klingt: In Österreich sind mindestens 300.000 Menschen betroffen, insbesondere Raucher, Diabetiker und Menschen mit erhöhtem Cholesterin.

pAVK ist eine Krankheit, die fortschreitet. In fortgeschrittenem Stadium sind auch die Herzkranzgefäße und die Halsschlagadern betroffen. Dann besteht auch die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls. Das bekannte “Raucherbein” ist nichts anderes als eine fortgeschrittene pAVK in den Beinen.

Bei älteren Menschen tritt die Krankheit häufiger auf: Über 65 Jahre sind rund 20 Prozent betroffen, über 80 Jahre schon über 33 Prozent. Je früher eine pAVK erkannt wird, desto eher kann verhindert werden, dass die Krankheit fortschreitet.

 

 

Koronare Herzkrankheit (KHK)

 

Auch hier sind die Herzkranzgefäße von der Atherosklerose betroffen, also verengt. Das Herz wird dadurch vor allem bei Belastung mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Die KHK ist eine chronische Erkrankung, die über Jahre fortschreitet. Typisches Symptom ist die Angina pectoris (Brustenge). Schreitet die Krankheit fort, kann es bis zum Herzinfarkt kommen.

Es gibt viele Möglichkeiten, das Fortschreiten dieser Erkrankung zu verzögern oder anzuhalten: Dazu zählen Medikamente, Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten oder Eingriffe mittels Herzkatheter oder Operationen.

 

DR. CHRISTOPH EDER:

 

"Gegen hohe Cholsterinspiegel kann man etwas tun."

HERZ-KREISLAUFERKRANKUNGEN SIND IN ÖSTERREICH DIE HÄUFIGSTE TODESURSACHE!

 

*) Griebler, Robert; Anzenberger, Judith; Eisenmann, Alexander (2014): Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Österreich: Angina Pectoris, Myokardinfarkt, ischämischer Schlaganfall, periphere arterielle Verschlusskrankheit. Epidemiologie und Prävention.

Wien: Bundesministerium für Gesundheit

 

EINE INITIATIVE VON Amgen UND DER ÖSTERREICHISCHeN AtheroskleroseGESELLSCHAFT